Autozug im Sylt-Lexikon

Wer mit dem Auto nach Sylt anreist, der muss sich auf den letzten 11 Kilometern chauffieren lassen, und zwar mit dem DB AutoZug SyltShuttle. Dieser kommt von Niebüll aus vom Festland kommend über den Hindenburgdamm, den es seit 1927 gibt. Die Zugfahrt führt die Menschen im Autozug durch das weite Deichvorland durchs Watt, und zwar vorbei an Morsum, Archsum und Keitum, Richtung Westerland. Wenn das Auto dann wieder vom Zug genommen wird, ist es so, dass man wieder selber fahren kann, auch nach Kampen. Im Jahr transportiert der SyltShuttle über 13.000 Autos. Die Überfahrt vom Festland nach Sylt dauert rund 35 Minuten. Der SyltShuttle fährt dabei im 30- bis 90-Minuten-Takt.

Tickets muss man vor Ort kaufen. Reservierungen sind nämlich beim DB AutoZug SyltShuttle nicht möglich. Den Jahresfahrplan kann man sich aus dem Internet downloaden. Im Rahmen der Tickets gibt es eine Reihe von Sonderkonditionen. So gibt es sie zum Beispiel für Führerscheinfrischlinge, für Tagestouren, aber auch für Fahrten während der Woche, aber auch für Wohnmobile. Eng werden kann es auf den Verladebahnhöfen insbesondere an Sonnabenden in der Hochsaison, oder aber an Feiertagen. Hier kann es schon mal sein, dass man auf eine früheren, oder aber einen späteren Autozug ausweichen muss, weil die Verladebahnhöfe zum Nadelöhr für alle diejenigen werde, die entweder von Insel runter, oder aber auf die Insel drauf wollen. In den Abendstunden kann es im Übrigen ab und an zu Zugausfällen kommen – der Grund sind Bauarbeiten. Wann es zu Einschränkungen im Verkehr kommt, wird aber in der Regel rechtzeitig bekannt gegeben.

Mit dem Autozug entspannt in Sylt ankommen

Die Autobahnen in Europa sind in der Ferienzeit immer voll – Stau ist an der Tagesordnung und viele verbringen einen großen Teil von ihrem Urlaub erst einmal im Stau. Wenn man sich für einen Urlaub auf Sylt entschieden hat, ist es so, dass man zumindest die letzten 11 km diesen Stress nicht hat. Eine direkte Anbindung an das Straßennetz von Deutschland hat Sylt nämlich nicht. Seit 1927 übernimmt die Aufgabe des Beibringens der Urlaubsgäste nach Sylt der DB Autozug. Für den DB Autozug muss man dabei jedoch für das zu transportierende Auto, wie auch für die mitfahrenden Personen den Preis für den Liege- Schlaf- oder Sitzwagen zahlen. Einen DB Autozug kann man aber auch schon früher besteigen, und zwar lohnt sich ein DB Autozug dabei schon, wenn das Urlaubsziel Sylt heißt, auch, wenn man von Hamburg aus startet, oder aber von Dortmund und Rostock aus. Bei den Spritpreisen heute lohnt es sich durchaus einen Autozug als Reisealternative zu wählen. Darüber hinaus kommt man auch noch recht entspannt am Urlaubsort an. Die Anreise per Autozug für Kurzentschlossene ist natürlich jederzeit möglich. Allerdings muss man dann noch durch das Nadelöhr in Richtung Sylt. Hier fährt der SyltExpress im Abstand von 30 bis 90 Minuten. Die Fahrt dauert dabei nur 35 Minuten. – Abgeladen wird das Auto dann in Westerland, der Inselmetropole. Staufrei auf Sylt angekommen, ist es so, dass man den Urlaub dort dann in vollen Zügen gleich von Beginn an genießen kann, und dass ohne erst sich am 1. Urlaubstag nicht gerade fit zu fühlen.

Mit dem Auto nach Sylt. – Wenn man keine Ahnung davon hat, dass es außer einer Fährverbindung nach Sylt auch einen Autozug gibt, wird man denken, dass dies gar nicht möglich ist. Ab 1932 war es dabei schon bereits möglich Autos mit nach Sylt zu nehmen. Befördert werden mussten – und müssen – Autos natürlich dabei mit dem Autozug. Anfänglich reichten – weil ja noch nicht jeder Haushalt (wie man so schön sagt) über einen, oder aber gar mehrere Autos verfügte – für die Wagenverladung von Niebüll auf dem Festland aus nach Westerland Kopframpen, die eingerichtet wurden, weil Fahrzeuge bis zum 2. Weltkrieg nur als Wagenladungen befördert wurden. Ein Güterzug täglich reicht dabei völlig aus. Gegen Ende der 1950er Jahre war die Nachfrage nach Autotransporten aber schon weitaus größer. Anstelle der Kopframpen wurden Rampen für die Seitenverladung gebaut. Frachtpapiere waren dabei schon bereits ab Frühjahr 1950 nicht mehr erforderlich. Die Abfertigung wurde nämlich erheblich vereinfacht. Ab 1951 gab es sogar spezielle Autotransportzüge, wobei anfänglich vier dieser Autozüge täglich reichte auf den Weg von Niebüll nach Westerland zu schicken. 1952 waren es bereits sechs Autozüge täglich, die vom Festland nach Sylt rollten. Allein Ostern 1957 wurden 450 Fahrzeuge gen Sylt übergesetzt vom Festland. Ab 1960 gab es dann nur noch reine Autozüge, die den Hindenburgdamm Richtung Sylt befuhren. Doppelstöckige Autotransportwagen wurden im Jahr 1961 in Betrieb genommen. 1964 gingen dann neue doppelstöckige Gliedertransportwagen in Betrieb. Ende der 1960er / Anfang der 1970er Jahre wurde in Niebüll und auch in Westerland ein Abfertigungsanlage für Fahrzeuge installiert. In Niebüll ist die Autoverladung dabei über die Bundesstraßen B 5 und B 199 angebunden.



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