FKK im Sylt-Lexikon

In weiten Teilen von Mitteleuropas kennen Menschen das Nacktbaden bereits schon seit dem 18. Jahrhundert. Nacktbaden – bzw. FKK – ist aber immer mit einer gewissen Scham verbunden, bzw. einer gewissen Tabuisierung. Es gibt auch heute nicht viele Orte in Deutschland, an denen man heute noch dem Verlangen nackt zu baden freien Laufe lassen kann. FKK, die Freikörperkultur ist auf der Nordseeinsel Sylt aber Gang und Gebe. Dabei war es so, dass noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Badestrände nach Geschlechtern strikt nach Geschlechtern in „Herrenbad“ und „Damenbad“ getrennt war, eröffnete schon im Jahr 1920 der erste Nacktbadestrand.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts badete man dabei noch in langer Badebekleidung. Aber FKK hatte noch bis in die 1950er Jahre hinein nur einen kleinen Anhängerkreis. Aber mit der allgemeinen weiteren Offenheit und der sexuellen Revolution verbreitete sich FKK auch über die ganze Insel Sylt. Es war dabei so, dass man den Namen „Sylt“ schon bald mit dem immer noch etwas anrüchigen Nacktbaden verband. Seit den 1960er Jahren ist der ganze Weststrand von Sylt als FKK-Strand ausgewiesen. – „Samoa“, „Sansibar“ und „Abessinien“ sind dabei wohlklingende Namen von diesen Strandabschnitten. In Kampen befindet sich dabei aber wohl der berühmteste Sylter FKK-Strand mit dem durch die regelmäßige Berichterstattung in den Boulevard-Medien wohl bekannten Namen „Buhne 16“.Heute ist es so, dass die Abgrenzungen zwischen dem FKK- und dem Textilstrand auf Sylt mehr und mehr verwischen. Es ist nämlich heute nicht mehr ungewöhnlich, oder aber aufsehenerregend, wenn man an den „normalen“ Stränden ohne Bekleidung herumläuft und FKK praktiziert.

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Text (c) 2017: C. H.

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