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Ellenbogen im Sylt-Lexikon

Der „Ellenbogen“ gehört zu den landschaftlichen Wahrzeichen der Insel Sylt. Als Ellenbogen bezeichnet man den ganz nördlichsten Teil der Nordseeinsel Sylt. Es handelt sich dabei beim Ellenbogen um eine Halbinsel. Wie auch das Listland, ist auch der Ellenbogen in Privatbesitz. Zu erreichen ist diese über eine Privatstraße. Die Privatstraße beginnt dabei am 27,9 m hohen Ellenbogenberg. Auf den Ostellenbogen gelangt man mit dem PKW aber nur, wenn man für die Nutzung der Privatstraße eine Maut bezahlt. Mit dem Fahrrad ist die Befahrung der Privatstraße hingegen kostenlos. Diese Straße ist eine Sackgasse und endet auf einem Parkplatz, der östlich des Leuchtturm List Ost sich befindet. Von dort aus kann man dann zur Ellenbogenspitze, die „Alembögspünt“ erreichen. Von hier aus hat man auch einen sehr guten Ausgangspunkt zum Wattenmeer. Und zwar erstreckt sich dieses südlich und östlich der Ellenbogenspitze. Durch diesen Teil des Wattenmeers führen im Übrigen die in den Sommermonaten von der Gemeinde List organisierten Wattwanderungen.

Der Ellenbogen ist auch etwas für Touristen, die nach Sylt kommen, um dort einen naturbelassenen Sandstrand zu genießen, der sich an der Nordküste der Halbinsel erstreckt. Dieser Sandstrand erstreckt sich dabei über ganze ca. 3 km. An der Nordwest-, bzw. der Nord- und der Ostküste ist das Schwimmen hingegen wegen der dort doch zum Teil sehr heftigen Sturmfluten und gefährlicher Meeresströmungen, den so genannten Trekkern, lebensgefährlich und daher dort nicht gestattet. Auf der Südseite im Ostteil der Halbinsel haben aber auch vor einem begrenzten Strandabschnitt Windsurfer und Kitesurfer ein kleines Paradies für ihre Sportarten zur Verfügung.

Der Ellenbogen von Sylt – Nutzung heute und damals

Der nördlichste Teil der Nordseeinsel Sylt bezeichnet man als Ellenbogen. Der Ellenbogen ist dabei die nördlichste Landesstelle, die es in Deutschland gibt. Die langgestreckte Halbinsel, der Ellenbogen, ist an seiner breitesten Stelle 1.200 m breit, an seiner schmalsten Stelle 330 m. Knapp 4 km weiter nordöstlich vom Ellenbogen befindet sich die dänische Insel Rømø. Auf die Halbinsel gelangt man über eine Privatstraße, für die man Maut zahlen muss. Der gesamte Ellenbogen ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen, wie auch das südlich dieser Halbinsel gelegene Listland. Der Königshafen erstreckt sich zwischen der Halbinsel und dem Lister Hafen. Der Königshafen ist dabei eine Wattfläche, die der Schutzzone I zugeordnet ist.

Während des 1. und des 2. Weltkrieges war dieses Gebiet auch an die Sylter Inselbahn angeschlossen. 6 km Gleise insgesamt wurden damals verbaut, um die abgelegenen Lager und Geschützstellungen mit an den Hauptteil der Insel anzubinden. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden diese Bahnstrecken jedoch vollständig wieder demontiert. Auch die Bunker und Stellungen, die auf der Halbinsel errichtet wurde, verschwanden in den 1950er Jahren wieder. Einzig bis heute noch erhalten sind die von der Deutschen Wehrmacht errichteten Park- und Wendeplätze, sowie die Betonplattenstraße. Es war dabei auch so, dass noch bis ins Jahr 1992 ein Teil des Königshafens und des Ellenbogens der NATO als temporärer Luft-Boden-Schießplatz diente. Luftwaffenmanöver wurden hier jeweils im Oktober und November eines jeden Jahres abgehalten. Noch heute findet man dabei Warnschilder und Hinweisschilder auf mögliche Munitionsreste am Westufer des Königshafens. Heute ist die Südseite des Ostteils der Halbinsel ein Paradies für Wind- und Kitesurfer.


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