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Kliffende im Sylt-Lexikon

Das prächtige reetgedeckte Anwesen „Kliffende“ markiert – wie der Name schon sagt - den Endpunkt des steil abfallenden „Roten Kliffs“, das nicht begehbar ist. Das „Rote Kliff“ besteht aus eisenhaltigem Lehm. In der Abendsonne leuchtet dieser dann feuerrot und ist ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel, das man auf keinen Fall sich entgehen lassen sollte.

Das „Kliffende“ und Thomas Mann

Das Anwesen „Kliffende“ ist heute ein Teil der Kampener Geschichte. Erbaut wurde es im Jahr 1923 und war als Gästehaus gedacht . Vor allem vor dem 2. Weltkrieg zog das Gästehaus dabei eine Vielzahl von prominenten Besuchern an. Zu Gast im Anwesen „Kliffende“ waren dabei zum Beispiel Thomas Mann, aber auch sein Sohn Klaus Mann, sowie Ernst Rowohlt, Emil Nolde, aber auch Renée Sintenis und Erich Kleiber. Als Thomas Mann 1921 erstmals nach Sylt kam, wohnte er in Wenningstedt. Sein Werk „Der Zauberberg“ entstand nach Eindrücken aus einer Reise nach Sylt. Wie Thomas Mann, so haben sich viele Gäste des „Kliffende“ inspirieren lassen. Das „Kliffende“ war dabei Herberge von Thomas Mann im Jahr 1927. In einem Brief an seinen Bruder Heinrich steht über die Insel: „Die Reize dieser Insel sind karg und keusch und lenken den Sinn auf Grog.“ Leicht zerknirscht fügte er noch hinzu:„Außer unförderlichen Kleinigkeiten ist nichts zustande gekommen.“ Sein Eintrag in das Gästebuch der legendären „Kliffende“-Wirtin Clara Tiedemann viel da schon anders aus. Sein Eintrag darin lautet: „Nicht Glück oder Unglück – der Tiefgang des Lebens ist es, worauf es ankommt. An diesem erschütternden Meere habe ich tief gelebt, und was es aufregte, das wird, gebe es Gott, irgendwie einmal ehrenhaft fruchtbar werden.“ Die Geschichte vom „Kliffende“

Das Gästehaus „Kliffende“ auf Sylt im Ort Kampen wurde im Jahr 1921 errichtet. Es sah viele bekannte Gesichter der Zeit vor dem 2. Weltkrieg kommen und gehen. Unter ihnen auch Thomas Mann und Klaus Mann, aber auch Ernst Rowohlt, Emil Nolde, Renée Sintenis und Erich Kleiber. Das Gästehaus „Kliffende“ auf Sylt diente von 1955 an der Deutschen Bank als Gästehaus für leitende Angestellte. Im Laufe der Jahre rückte die Wasserkante aufgrund der Landverluste, die Sylt hinnehmen muss, immer näher. In den 1990er Jahren ging das nun auch in die Jahre gekommene Gästehaus in den Besitz eines offenbar millionenschweren Geschäftsmannes über. Dieser hat das Gästehaus dem öffentlichen Interesse weitgehend entzogen. Andere Quellen sprechen gleich von fünf neuen Besitzern. Und zwar soll es sich dabei um betuchte Privatiers des „Kliffende“ handeln. 8 Millionen Mark sollen die neuen Besitzer dabei damals dafür bezahlt haben für das Haus mit den 20 Zimmern, die einst Herberge von zahlreichen Prominenten waren.

Viel Zeit, um das Gästehaus zur retten, bleibt nun nicht, denn das Haus steht nur noch 40 m vom Abgrund entfernt. Die Naturgewalten spielen dem Haus übel mit. Der Orkan „Anatol" hatte dabei zunächst das Dach eines Nebengebäudes zerschlagen, später bracht unter dem Sturm „Kerstin" ein Teil des Kliffs ab und rutschte ins Meer. Die Frage nach der Rettung des Gästehauses stellte sich im Jahr 2000, weil noch nicht klar ist, wer die notwendigen Küstenschutzmaßnahmen vor dem „Kliffende" überhaupt bezahlen soll. Nach Meinung der neuen Eigentümer ist beim Hauskauf keine Verpflichtung für den Küstenschutz mit übernommen worden.


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