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Westerland im Sylt-Lexikon

Die nördlichste Stadt Deutschlands und Zentrum des Insellebens auf Sylt ist Westerland. Die Entfernung zu Flensburg beträgt von Westerland aus 74 km, die nach Kiel, der Landeshauptstadt von Schleswig Holstein, zu dem Bundesland, zu dem auch Sylt gehört, beträgt 134 km. Aber auch Hamburg liegt noch im Umkreis von 200 km Entfernung. Genauer gesagt 186 südwestlich. Westerland entstand nach der Allerheiligenflut am 1. November 1426, nachdem der Ort Eidum auf Sylt zerstört worden war. Die Überlebenden dieser Katastrophe ließen sich auf den Heideflächen nordöstlich ihrer alten Siedlung nieder und gaben dem Ort einen neuen Namen - Westerland. Den Bereich des Ortes, den man heute als Alt-Westerland bezeichnet, wurde erstmals im Jahr 1462 urkundlich erwähnt.

Eine neue Zeitrechnung begann für den Ort, wo recht arm war, weil es keinen einzigen Landbesitzer gab, denn ernähren konnte das Land niemanden, denn das fruchtbare Marschland wurde entweder von der See weggespült, oder aber von den Dünen versandet wurde, begann im Jahr 1855, als Westerland zum Seebad wurde. Auf 500 Einwohner kamen dabei in der allerersten Saison 98 Gäste. Mit der Ernennung zum Seebad wurde Westerland auch Hauptort der Insel in der Nordsee. 1905 erhielt der Ort Stadtrecht. 1949 wurde Westerland als Seeheilbad anerkannt. Westerland galt dabei bald als fortschrittliches Bad. Es war dabei so, dass im so genannten „Familienbad" sowohl Männer, als auch Frauen gemeinsam baden durften. Das erste Hotel eröffnete im Jahr 1858. Es handelte sich dabei um die „Dünenhalle“, das spätere „Hotel Union“. 2002 war dessen Geschichte zu Ende. Es wurde abgerissen – und damit verschwand ein Stück Geschichte.

Die Geschichte von Westerland

Der heutige Hauptort der Insel Sylt, Westerland, wurde erst im 14. Jahrhundert gegründet. Und zwar nachdem das Vorgängerdorf Eidum in einer Sturmflut untergegangen war. Dies war um 1350 herum. Von dem alten Dorf bliebt nur eine Kirche übrig, die auf einer Düne thronte und den Seefahrern auch später noch – bis zu ihrem Abriss im Jahr 1635 - als Navigationshilfe diente. 1855 folgte Westerland dem Vorbild anderer Inselorte auf den anderen Nordseeinseln und wurde Seebad. Bald schon entstanden in Westerland die ersten Hotels. 1905 erhielt Westerland Stadtrecht, nachdem es dem bisherigen Hauptort der Insel den Rang abgelaufen hatte. Die beiden Weltkriege setzten der Entwicklung Westerlands sehr zu, denn sowohl im 1., als auch im 2. Weltkrieg kam der Badebetrieb zum Erliegen. Der Bau des Hindenburgdamms in den 1920er Jahren und dessen Eröffnung im Jahr 1927 brachte neuerlichen Aufschwung des Bäderbetriebes in Westerland.

Wie auch die anderen Orte auf Sylt, so waren auch die Gebäude in Westerland zwar unzerstört geblieben im 2. Weltkrieg, aber in einem schlechten Zustand. Mit der Währungsreform 1949 und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland kam dann aber auch für das Kurbad Westerland der Neuanfang. Eine neuerliche starke Bautätigkeit im Bezug auf die Kuranlagen gab es dann wieder in den 1960er Jahren. Alte Gebäude in der Innenstadt wurden niedergerissen. An ihrer Stelle entstand ein ganz neues Gesicht von Westerland mit bis zu 6- bzw. 8geschössigen Hochhäusern, die Ferienwohnungen beherbergten. Die Realisierung von einem Bauprojekt jedoch – dem über 100 m hohe Atlantis-Hochhaus scheiterte jedoch an Bürgerprotesten im Jahr 1971. Ein Ende der Bautätigkeit in Westerland im Bezug auf Ferienwohnungen ist aber bisher nicht absehbar.

Tourismus in Westerland

Wie auch in allen anderen Orten, so ist auch die Wirtschaft des Ortes Westerland stark auf den Tourismus ausgerichtet. Allein Westerland verfügt über mehr als 9.000 Gästebetten. Darüber hinaus befindet sich im Süden der Stadt ein Campingplatz. Zum Seebad wurde Westerland bereits schon im Jahr 1855. In der ersten Saison kamen dabei auf 500 Einwohner 98 Feriengäste. Westerland gab sich dabei von vorneherein sehr fortschrittlich, denn Westerland bot ein „Familienbad“ – in Westerland dürften nämlich Männer und Frauen gemeinsam baden. 1858 bereits eröffnete das erste größere Hotel, die „Dünenhalle“, das spätere „Hotel Union“, das jedoch 2002 abgerissen wurde. In der Nachkriegszeit entstanden gigantische Appartmentbauten, während die alten Villen und Ferienhäuser nach und nach aus dem Bild Westerlands verschwanden.

Ab den 1920er Jahren galt Westerland als mondänes Seebad. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten galt Westerland als judenfreundlich. Ab 1934 jedoch verweigerte Westerland Juden die Aufnahmen und Beherbergung, wodurch das Seebad damit einen Großteil seines vorherigen Publikums verlor. 1949 wurde Westerland zum Seeheilbad. Wie auch auf den anderen Orten auf Sylt ist Autoverkehr in Westerland gestattet. Westerland verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Die Parkplätze sind zum Teil gebührenpflichtig. Kurzfristig wurde in einigen Straßen des Ortes in den 1970er Jahren, bzw. 1980er Jahren in einigen Straßen rund um das Kurzentrum ein Nachtfahrverbot eingeführt. Ab 22 Uhr wurden dabei einige Straßen mittels Schranke verschlossen. Dieses Nachtfahrverbot wurde im Jahr 1998 jedoch wieder aufgehoben, die Schranken abgebaut. Aber man muss ja nicht einmal mit dem eigenen Wagen anreisen nach Sylt. Der Öffentliche Nahverkehr ist auch für Westerland gut ausgebaut.



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